Edip Sekowitsch ist tot

Edip Sekowitsch ist tot. Der frühere WAA Weltmeister und Europameister wurde in den frühen Morgenstunden des 26. August 2008 vor dem Lokal Espresso Bici am Wiedner Gürtel in Wien erstochen. Der frühere WAA-Weltmeister und Europameister im Halbmittelgewicht wurde auf dem Gehsteig vor dem Lokal entdeckt. Der 50-Jährige war aber bereits tot.

Noch am Tatort verhaftete die Polizei einen Verdächtigen, allerdings liegen die genauen Umstände des Verbrechens noch im Dunkeln. Entdeckt wurde die Bluttat vom Sohn des Ex-Boxers, der vom Haus aus einen am Gehsteig liegenden Mann sah und die Polizei verständigte. Sekowitsch, der früher unter dem Namen Secovic durch die Ringseile stieg, bestritt 40 Kämpfe, seine Bilanz als Profi: 30-9-1 (23). 1988 wurde er in Wien mit einem K.o. Erfolg in der 1. Runde über Bryan Grant WAA Weltmeister im Halbmittelgewicht, ein Jahr später holte er sich auch die EBU Krone in dieser Gewichtsklasse, als er in Deutschland den Lokalmatador Jose Varela in der 2. Runde K.o. schlug. Mehr Info’s unter Porträts!

Unser tiefstes Beileid gilt seiner Frau Mira und seinen Kindern.

Bericht Lugner City

Edip Secovic is back:
In der Lugner City in Wien feierte Edip Secovic am Sonntag 01. Juni ein Comeback. Der mittlerweile 50jährige ehemalige Europa und Weltmeister bezwang vor einem begeisterten Publikum seinen deutschen Kontrahenten Steve Klockow durch K.o. in der 1. Runde. Nach einem kurzen Abtasten setzte der 24 Jahre
jüngere Gast aus Berlin selbst Aktionen, wurde dann aber von dem hart schlagenden Secovic ausgekontert. Mit einem rechten Kopfhaken traf der von Trainer Josef Kowarik betreute „serbische Stier“ das Kinn von Klockow, der daraufhin zu Boden ging und von Ringrichter Josef Temml ausgezählt wurde. Sieger durch K.o. damit Edip Secovic. „Der Champ ist zurück“ rief der Cruisergewichtler seinen Fans zu und sendete gleich eine Nachricht an seinen nächsten potenziellen Gegner, den früheren Welt und Europameister Graciano „Rocky“ Rocchigiani, mittlerweile auch 44 Jahre: „Ich will Rocky, ich habe wieder Lust auf’s Boxen “ so Secovic. Eine Anfrage an den Deutschen soll bereits gestellt worden sein.

Im ersten Duell des Abends baute Chussein Dombaev seine Kambilanz gegen Richard Remen aus der Slowakei auf 9-4 (3) aus. Der Lokalmatador verbuchte über die gesamte Distanz von 6 Runden die klarerer Treffer für sich und siegte am Ende klar nach Punkten. Die Kampfrichter Gerhard Sigl, Wilhelm Vogl und Norbert Dürnberger
werteten 60-55, 59-55 und 60-55 für den Supermittelgewichtler Dombaev.

Im Cruisergewicht bezwang Shpetim Shala in seinem zweiten Profifight Janos Finfera durch K.o. in der 2. Runde. Nach einer harten Schlagserie zählte Ringrichter Erich Straub den Slowaken aus, damit feierte Shala seinen ersten vorzeitigen Erfolg.
Kurz vor dem Hauptkampf stiegen im Halbschwergewicht Walter Penz und Debütant Tamas Kantor durch die Seile. Der unbesiegte Lokalmatador Penz behielt auch nach 4 Runden durch einen einstimmigen Punktsieg seine weiße Weste, baute seine Bilanz im Profilager auf nun 3 Erfolge aus, ein Sieg errang der Österreicher vorzeitig.

Der FVA Delegierte war Dr. Friedrich Mühlhöcker, Zeitnehmer Wolfgang Gruber, Ringarzt Dr. Antonio Martins.

Bericht Stadthalle

Am 1. März flogen in der Wiener Stadthalle B die Fäuste. Vor 600 Zuschauern wurden zuerst Amateurkämpfe ausgefochten, danach gab es sechs Profifights.

Als Ringsprecher fungierte Dr. Siegfried Bergmann. Der aus zahlreichen Übertragungen bekannte Boxkommentator rief im ersten Kampf die beiden Supermittelgewichtler Mustafa Bulut und Debütant Andreas Nagl in einem auf vier Runden angesetzten Duell in den Ring. Unter der Leitung von Ringrichter Gerhard Sigl erarbeitete sich Nagl im Laufe des Gefechts Vorteile, nach 2:35 min der 3. Runde gab die gegnerische Ecke das Duell auf. Somit ein gelungener Einstand im Profilager für Andreas Nagl.

Die zwei Deutschen Sauerland Boxer Dustin Dirks und Jürgen Doberstein absolvierten in der Wiener Statdthalle ihren zweiten Profikampf. Besonders eilig hatte es Halbschwergewichtler Dustin Dirks, der gegen den Kroaten Bojan Miskovic vom ersten Gong großen Druck ausübte und dabei immer wieder harte Hände ihr Ziel fanden. Dreimal musste sein Kontrahent zu Boden, als die kroatische Ecke nach 1:20 min das Handtuch warf, brach Ringrichter Erich Straub das Duell ab. Dirks baute seine Bilanz nun auf zwei vorzeitige Siege aus.

Sein Teamgefährte, Supermittelgewichtler Jürgen Doberstein, setzte sich gegen den zuvor in zwei Profikämpfen ungeschlagenen Magomet Davudov über vier Runden einstimmig nach Punkten durch. Doberstein bestimmte das Ringgeschehen aus der Distanz heraus und versuchte im vierten und letzten Durchgang seinen ersten vorzeitigen Sieg unter Dach und Fach zu bringen. Der Deutsche konnte zwar einen Niederschlag verbuchen, am Ende rettete sich Davudov aber über die Zeit.

Im vierten Kampf des Abends boxten im Mittelgewicht der Österreicher Chussein Dombaev und der Ungar Zoran Vojnovic. Unter der Leitung von Ringrichter Dürnberger kam Dombaev immer wieder mit klaren Treffern ins Ziel, der Ungar wurde immer mehr in die Defensive gedrängt. Im dritten Durchgang schien der Vojnovic angeschlagen, in der Pause zur vierten und letzten Runde gab die ungarische Ecke den Kampf auf. Sieger somit Chussein Dombaev, der seinen Rekord auf 7-4 (3) verbesserte und seit drei Kämpfen unbesiegt ist.

Im Schwergewicht kämpften Samir Kurtagic und Zoran Jovanovic, wobei Kutagic mit knapp 10 Kilogramm einen deutlichen Gewichtsvorteil gut auszunutzen vermochte. Immer wieder schlug er zum Körper, was Jovanovic gar nicht behagte. Nach 1:12 min der zweiten Runde nahm Ringrichter Salzgeber auf Intervention der Ecke Jovanovic aus dem ungleich gewordenen Duell. Samir Kurtagic hat nun einen Rekord von 3-0 (2).

Der letzte Kampf des Abends gab es eine schnelle Entscheidung. Der österreichische Supermittelgewichtler Walter Penz überrollte seinen Kontrahenten Emilio Beljan bereits vom ersten Gong an, nach 0:45 min der Eröffnungsrunde wurde der Ungar ausgezählt. Damit erzielte Penz seinen ersten vorzeitigen Sieg im zweiten Kampf.

Zeitnehmer der Veranstaltung waren Wolfgang Gruber, Delegierte war Dr. Friedrich Mühlöcker.

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